Allerheiligen | Richard Dübell | Rezension

Richard Dübell stürmt als Autor von historischen Romanen bereits seit einigen Jahren die Bestsellerlisten. Jetzt hat er mit “Allerheiligen” seinen ersten Krimi vorgelegt, der der Auftakt zu einer Krimiserie ist, die im niederbayrischen Landshut spielt.

Inhalt

Da legst di nieder! Ein gefährlicher Geiselnehmer im idyllischen Landshut? Auch das noch. Kommissar Peter Bernward ist genervt: Sein Vater plagt ihn mit Vorträgen über Ahnenforschung. Die attraktive Kommissarin Flora Sander lässt ihn ständig abblitzen. Und jetzt behindern die arroganten Kollegen aus München auch noch seine Ermittlungen. Aber so leicht lässt sich ein niederbayerischer Dickschädel nicht von einer heißen Spur abbringen – und dann wird‘s gefährlich …

Meine Meinung

“Allerheiligen” interessierte mich hauptsächlich des Autoren wegen. Richard Dübell hat bereits erfolgreich verschiedene Bücher aus anderen Genres veröffentlicht. Ich hatte zwar noch keines seiner Bücher gelesen, war aber interessiert. Leider konnte der Krimi meinen Erwartungen aber nicht gerecht werden.

Mit 407 Seiten ist “Allerheiligen” kein dünnes Buch, wie man es aber eigentlich erwarten sollte, wenn man weiß, dass sich die ganze Handlung an zwei Tagen abspielt. Richard Dübell schreibt sehr ausführlich, kürzt nichts ab oder fasst eine Szene zusammen. Das macht die Geschichte viel zu langatmig und die Lust am Lesen vergeht schnell.

Hinzu kommt, dass die Story bisweilen sehr vorhersehbar ist und man sich das Ende schon ausdenken kann. Es treffen zwei Gegenspieler aufeinander: Peter Bernward, Provinzbulle in Landshut und der überhebliche Harald Sander aus München. Und natürlich behält am Ende der Landshuter Polizist recht, der immer das richtige Gespür hat. Damit ist schnell klar, wie es ausgeht. Trotzdem gelingt es dem Autor immer wieder, den Leser ein klein wenig zu überraschen und Wendungen einzubauen. Diese vielen kleinen Wendungen sorgen aber auch gleichzeitig für die Länge und so hätte man vielleicht einfach die eine oder andere Wendung abkürzen oder gleich ganz streichen sollen.

Fazit

“Allerheiligen” ist leider kein rundum solider Krimi, den ich uneingeschränkt empfehlen möchte. Da aber die Story mit viel Lokalkolorit bepackt ist, die Geschichte nicht gänzlich unspannend ist und es am Ende einen actionreichen, wenn auch manchmal etwas unglaubwürdigen Showdown gibt, empfehle ich das Buch allen Landshutern und Niederbayern.

Info

“Allerheiligen” von Richard Dübell ist bei Ullstein erschienen und umfasst 416 Seiten. Der Krimi ist als Taschenbuch über die ISBN 9783548284866 für 9,99 Euro bei jedem Buchhändler erhältlich.  Der Titel ist auch als eBook zu bekommen.

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