Autor der Woche: Helmut Barz

Helmut Barz

Helmut Barz, Jahrgang 1969, ist an der Nordseeküste aufgewachsen. Nach dem Abitur fing er an verschiedenen Theatern in Berlin an und führte unter anderem in Kapstadt, Stuttgart, Frankfurt und Celle Regie. Mittlerweile ist er in der Werbebranche tätig und schreibt die Katharina-Klein-Krimis aus Frankfurt am Main. Helmut Barz ist heute unser Autor der Woche.


Krimizeitschrift.de Herr Barz, seit wann schreiben Sie?

Helmut Barz Ich erfinde schon Geschichten, so lange ich denken kann. Früher, als ich noch nicht schreiben konnte, mussten meine sehr geduldigen und leidgeprüften Eltern die Geschichten notieren. Zum “professionellen Schreiben” kam ich aber erst sehr spät, über meine Arbeit in der Werbung und Unternehmenskommunikation. Aus einer persönlichen Situation heraus entstand eines Tages die Idee, meinen langgehegten Wunsch, endlich einen Roman zu schreiben, in die Tat umzusetzen – eigentlich nur, um zu sehen, ob ich das kann. Und plötzlich hatte ich einen Agenten, einen Verlag und die nächste Deadline …

Krimizeitschrift.de Und wie kamen Sie dann zum Krimi?

Helmut Barz Jenseits dessen, dass ich gerne Krimis lese (mich aber keinesfalls als Experten bezeichnen möchte), kam das Genre eher zufällig: Ich hatte die Idee zu einer Figur – Katharina Klein -, schon eine ganze Weile mit mir herumgetragen, ursprünglich mal als Idee für eine Fernsehserie. Diese Idee habe ich meinem Agenten erzählt, der sich sehr angetan zeigte. Daraus entstand dann das zweite Romanprojekt: der erste Katharina-Klein-Krimi.

Krimizeitschrift.de Das besondere am Krimi ist, dass …

Helmut Barz … er viele andere Genres vereint und zusammenführt, von der Liebesgeschichte bis zum Science Fiction.


… er von Menschen in Extrem-Situation handelt, die aber dennoch in der Realität verwurzelt sind: große Emotionen, extremes Handeln, dennoch plausibel.


… er für so vieles offen ist und von der Satire bis zum Trauerspiel alles erlaubt, mitunter sogar im gleichen Buch.


… er schon per Definitionem spannende Geschichten erzählt, die mich als Leser fesseln und unterhalten sollen.

Krimizeitschrift.de Was ist die beste Zeit zum Schreiben?

Helmut Barz Morgens. Ich stehe in meinen heißen Schreibphasen um 5.30 Uhr auf, mache mir einen Kaffee und setze mich spätestens um 6 Uhr an den Schreibtisch, um die Zeit, bevor mich das Telefon zu meinem Brotberuf in der Werbung ruft, für mich zu nutzen.

Krimizeitschrift.de Erinnern Sie sich noch an das erste Buch, das Sie gelesen haben?

Helmut Barz Ich möchte behaupten, es war “Die Raupe Nimmersatt” – ein Buch, das ich zumindest aus meiner Jugend sehr leb- und bildhaft in Erinnerung habe. Ebenfalls prägend waren Astrid Lindgren und Michael Ende – ohne dass ich jetzt in der Lage wäre, die Bücher in eine Lesereihenfolge zu bringen.

Krimizeitschrift.de Haben Sie heute ein Lieblingsbuch?

Helmut Barz Ein richtiges Lieblingsbuch habe ich nicht, wohl aber eine Reihe von Autorinnen und Autoren, deren neuen Veröffentlichungen ich entgegenfiebere, zum Beispiel Jim Butcher (Dresden Files), Jean-Christophe Grangé, Ilona Andrews oder Kim Harrison.


Daneben lese ich sehr viele Sachbücher, vor allem aus dem Bereich Psychologie, und gerne auch mal den einen oder anderen Klassiker: Es gib zum Beispiel kaum einen besser gebauten Polit-Thriller als Schillers “Maria Stuart” und kaum eine bessere Schilderung eines Psychopathen als Shakespeares “Richard III.”

Krimizeitschrift.de Haben Sie schon einmal eine Waffe in der Hand gehabt?

Helmut Barz Da sich so gut wie alles als Waffe gebrauchen lässt, kann ich die Frage guten Gewissens mit “Ja” beantworten. Außerdem habe ich früher gerne mit allerlei asiatischen Kampfsport-Waffen trainiert.

Krimizeitschrift.de Wie sieht es mit Schusswaffen aus?

Helmut Barz Ja, ich war (auch zur Vorbereitung auf meine Bücher) ein paarmal auf dem Schießstand. Allerdings habe ich das sportliche Schießen eher als eine unnötig laute, schmutzige und umständliche Art, Löcher in Papier zu machen, empfunden. Aber jedem das Seine. Ich spiel zum Beispiel gerne Billard und Schach – und viele Menschen finden das sehr öde.

Krimizeitschrift.de Arbeiten Sie gerade an einem Buchprojekt?

Helmut Barz Ja, neben dem vierten Krimi um Katharina Klein arbeite ich an einem weiteren Krimi und an einem Buch aus dem Bereich Urban Fantasy. Wann und ob diese Projekte allerdings das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden, kann ich momentan nicht sagen.


Herr Barz, wir sind gespannt auf Ihre neuen Projekte und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg! Allen Frankfurtern können wir die Katharina-Klein-Krimis auf jeden Fall empfehlen.

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