Autor der Woche: Marc-Oliver Bischoff

© Matthias Kaiser

Marc-Oliver Bischoff wurde vergangene Woche mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie “Debütroman” ausgezeichnet. 2012 debütierte er mit “Tödliche Fortsetzung” im Grafit Verlag. Heute ist er unser Autor der Woche.

Krimizeitschrift.de Seit wann schreiben Sie und wie kamen Sie zum Krimi?

Marc-Oliver Bischoff Mein Schreiblehrer Rainer Wekwerth riet mir dazu, von allen meinen Ideen für einen ersten Roman, den Krimi vorzuziehen, denn Spannungsliteratur sei ein gefragtes Genre. Wenn ich mir die Marktsituation anderer Genres, z.B. Historischer Romane ansehe (für das ich auch eine Idee im Sack hatte), bin ich froh, auf ihn gehört zu haben. Nichtsdestotrotz muss einem das Genre aber natürlich liegen und das stellt man nur durch Ausprobieren fest. Gottseidank stellte ich nicht auf halbem Wege fest, dass in mir kein Krimiautor steckt. Im Gegenteil: das realistische detailreiche Schreiben liegt mir.

Krimizeitschrift.de Was ist das Besondere an diesem Genre?

Marc-Oliver Bischoff Da ich nicht in anderen Genres schreibe, kann ich diese Frage kaum beantworten. Jedes Genre hat gewisse Regeln, an die man sich als Autor halten kann, es aber nicht sklavisch tun sollte. Das Besondere an diesem Genre sind vermutlich die Autoren, die Krimis schreiben: im Gegensatz zu anderen literarischen Gattungen sind das überraschend normale und geistig gesunde Leute. Wenn Sie mir nicht glauben, kommen Sie zur nächsten Criminale und überzeugen sich selbst an der Bar.

Krimizeitschrift.de Wann ist die beste Zeit zum Schreiben?

Marc-Oliver Bischoff Direkt nach Vertragsunterzeichung sowie direkt vor Manuskriptabgabe. Alles zwischendrin ist ziemlicher Scheiß. Oder meinten Sie etwa die Uhrzeit? Ich kann nur von 6-8 Uhr morgens schreiben, also ist das automatisch die beste Zeit.

Krimizeitschrift.de Erinnern Sie sich noch an das erste Buch das Sie gelesen haben?

Marc-Oliver Bischoff Leider nicht. Es werden aber wohl eher kurze Sätze und eine einfache Aussage darin enthalten gewesen sein. Grübel… Ich befürchte, dass es eines von der Sorte war, die vorwiegend aus Bildergeschichten um eine gewisse Ente bestanden, deren Dialoge angefüllt mit Lautworten und Verbstämmen waren.

Krimizeitschrift.de Was ist heute Ihr Lieblingsbuch?

Marc-Oliver Bischoff Heute? Jetzt im Moment? “James McGee, Das Höllenschiff”. Dieser Kerl schreibt so unverschämt gute historische Kriminalromane, dass ich ganz klein werde vor Neid. Gut, dass er kein Deutscher, Schweizer oder Österreicher ist. Sonst würde er jedes Jahr den Glauser-Preis bekommen.

Krimizeitschrift.de Haben Sie schon einmal eine Waffe in der Hand gehabt?

Marc-Oliver Bischoff Ja. Eine Spätzlepresse. Sehr gefährlich das Ding…

Krimizeitschrift.de Arbeiten Sie gerade an einem Buchprojekt?

Marc-Oliver Bischoff Ich überarbeite meinen Roman “Die Voliere”, der im Juli erscheint. Und den dann bitte alle kaufen sollen!

Wir werden ihn auf jeden Fall lesen. Vielen Dank für das Interview, Herr Bischoff! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Und wenn ihr mehr über den Autoren erfahren wollt, schaut doch mal auf seiner Homepage vorbei!
2 comments
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