Autor der Woche: Stephan M. Rother

Bild: Katja Rother

Stephan M. Rother schreibt und veröffentlicht seit einem Jahrzehnt seine Bücher. Dabei hat er sich langsam dem Krimigenre angenähert.  Er ist verheiratet und lebt in einem verwinkelten Haus voller Bücher und Katzen am Rande der Lüneburger Heide. Er ist heute unser Autor der Woche.

Krimizeitschrift.de Herr Rother, erinnern Sie sich noch an das erste Buch, das Sie gelesen haben? Welches war es und wann haben Sie es gelesen?

Stephan M. Rother “Das kleine alte Auto – Eine ABC-Geschichte”. Das dürfte sehr wahrscheinlich in der 1. Klasse gewesen sein. Meine ersten “Krimis” waren eindeutig die Drei ???

Krimizeitschrift.de Und ist heutiges Lieblingsbuch ist …

Stephan M. Rother Ich würde zwei Titel gleichberechtigt nennen: Thomas Manns “Buddenbrooks” und einen Roman von Virginia Woolf aus den 1920ern: “Orlando”. Im Krimigenre faszinieren mich besonders die skandinavischen Autoren: Nesser, Mankell, Nesbo, Adler Olsen, Edwardson usw. Letztendlich bin ich davon überzeugt, dass ich auch selbst skandinavische Krimis schreibe: Sie spielen in Hamburg, der südlichsten Stadt Skandinaviens. Kein Witz: Das Gebiet des Bezirks Altona war noch vor 150 Jahren dänisch.

Krimizeitschrift.de Und wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?

Stephan M. Rother Mit dem Schreiben habe ich bereits als Jugendlicher begonnen; seit dreizehn Jahren veröffentliche ich. Mein erster Roman, “Der Adler der Frühe”, hatte zwar bereits Krimielemente (es ging um den Mord an zwei Mönchen), war aber grundsätzlich ein im Mittelalter angesiedelter historischer Stoff mit übersinnlichen Elementen. Auf dem Weg über den modernen Mystery-Thriller habe ich mich dann dem eigentlichen Krimigenre genähert, das mich als Leser schon seit langer Zeit fasziniert hat.

Krimizeitschrift.de Was fasziniert Sie an diesem Genre?

Stephan M. Rother Ein klassischer Ermittlerkrimi ist die spannendste Geschichte überhaupt. Im Grunde funktioniert er wie eine Opernbühne mit einer Vielzahl von Vorhängen, die einer nach dem anderen geöffnet werden. Doch Vorsicht! Viele Täter sind äußerst begabte Requisiteure. Wer nicht ganz genau hinsieht, erkennt am Ende nicht, dass er keineswegs die offene Bühne sieht, sondern nur einen neuen verschlossenen Vorhang, der die volle Wahrheit verhüllt.

Krimizeitschrift.de Wann Schreiben Sie denn am liebsten?

Stephan M. Rother Ganz eindeutig nachts. In einem zweifelhaften Zustand des Bewusstseins, wenn der Gedankensmog des Tages sich gelegt hat und die Formen der Dinge im Zwielicht zu verschwimmen beginnen. Tagsüber sichte ich dann das Geschriebene und versuche zu begreifen, was ich damit eigentlich zum Ausdruck bringen wollte. Insofern ist die Arbeit gegliedert: in das kreative Element und das Schreibhandwerkliche.

Krimizeitschrift.de Haben Sie als Krimiautor denn schon mal eine Waffe in der Hand gehabt?

Stephan M. Rother Zählt ein Survival-Messer? Dann ja.

Krimizeitschrift.de Arbeiten Sie gerade an einem Buchprojekt?

Stephan M. Rother An zweien. Der dritte Fall für Jörg Albrecht, Hannah Friedrichs und das PK Königstraße steht an. Außerdem arbeite ich an einem zeitgeschichtlichen Stoff, bei dem es aber durchaus eine gewisse Verbindung zu unseren Ermittlern geben wird.

Vielen Dank für das Interview, Herr Rother.

Und falls ihr, liebe Leserinnen und Leser, mehr über Stephan Rother erfahren möchtet, könnt ihr euch gerne mal auf seiner Homepage umsehen. www.rother-thriller.de

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