Bildermord – Mord in Salzburg

Von Iris Held 

„Bildermord“ ist das Krimidebüts von Ingrid J. Poljak, das in Salzburg spielt und mit dem Mord an einer alten Frau durch einen Unbekannten beginnt und in dem Bilder eine große Rolle spielen. Zum einen geht es um ein wertvolles Bild von Egon Schiele, zum anderen um den Künstler Henri Devolier, der eigentlich ein erfolgreicher Zeichner erotischer Comics ist, nun aber als Kulissenmaler bei den Salzburger Festspielen arbeitet. Denn seine Eifersucht auf seine damalige Frau Valentina führte zu einem Mordversuch an ihr. So gerät Henri auch gleich in Mordverdacht, denn die tote alte Frau ist seine Nachbarin. Die Ermittlungen in dem Mordfall, der nicht das einzige Verbrechen bleibt, laufen parallel zu den Vorbereitungen der Opernpremiere von “Hoffmanns Erzählungen”. So wird die ganze Handlung rückwärts gezählt von Tag 19 vor der Premiere bis zu Tag 0, an dem es wie erwartet zum großen Finale kommt. Henri steht dabei unter dreifachem Druck: es wird gegen ihn ermittelt, sein großes Bühnenprojekt steht kurz vor dem Abschluss und er muss mit Sabotage aus dem Kollegenkreis fertig werden, denn seine berufliche Zukunft hängt von dem Projekt ab, und zum dritten taucht seine Exfrau auf und wird über die Bühnenfiguren, die ihre Züge tragen, nicht begeistert sein.

Ingrid J. Poljak gibt dem Leser neben der Krimihandlung auch einen Einblick in die Kunstwelt und hinter die Kulissen der Salzburger Festspiele. Die Geschichte ist spannend, überraschend und besticht auch durch liebevoll gestaltete Nebenfiguren. Nur bei der Auflösung sind für mich am Ende nicht alle Fragen geklärt worden.

Info Ingrid J. Poljak: Bildermord, Berenkamp Verlag, 288 Seiten, 12,50 Euro, ISBN: 3-85093-303-2

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