Buchreview: Intervention von Jonathan Freedland

InterventionJonathan Freedland durfte sich für seinen Thriller schon viel Lob anhören. John Grisham fasste seine Begeisterung mit fünf Worten zusammen: “Ein großes Thema, großartig erzählt.” Da überrascht es nicht, dass auch meine Rezension positiv ist.

Inhalt

James Zennor, ein junger Wissenschaftler in Oxford, macht eine schreckliche Entdeckung: Eines Morgens sind seine Frau und sein Sohn verschwunden. Urplötzlich. Ohne Erklärung.
Wurden sie ermordet? Entführt? Verzweifelt forscht James nach ihnen, stößt auf eine Mauer des Schweigens bei den Behörden, bei Freunden. Eine mysteriöse Spur führt ihn aus dem kriegsdunklen England in das noch neutrale Amerika, an die mächtige, reiche Eliteuniversität Yale. Und dort, im Forschungszentrum der freien Welt, entdeckt James eines der dunkelsten, tödlichsten Geheimnisse einer Welt im Krieg…

Meine Meinung

Hauptperson von “Intervention”, geschrieben vom britischen Journalisten Jonathan Freedland ist Dr. James Zennor, ein junger Psychologe, der in Oxford arbeitet. Ein Großteil der Geschichte ist aus seiner Perspektive berichtet und seine seelische Verfassung wird ausführlich beleuchtet.

Als er eines Morgens vom Rudern kommt, sind seine Frau Florence und sein kleiner Sohn verschwunden. Florence, die Liebe seines Lebens, ist Biologin und ehemalige Leistungsschwimmerin. James und sie haben sich 1936 in Barcelona bei einem sozialistischen Sportfest kennen gelernt, das als Anti-Olympiade zu Hitlers Spielen in Berlin veranstaltet wurde. So verbindet die beiden auch die politische Einstellung. Daher kann James nicht fassen, dass alle seine Nachforschungen darauf hindeuten, dass sie ihn freiwillig verlassen hat.  James´ Suche führt ihn in die Abgründe der Eliteunis Oxford und Yale, ihrer ungeschriebenen Gesetze und geheimen Verbindungen und er macht überraschende Entdeckungen.

Mich konnte das Buch von Beginn an fesseln. Atemlos erlebte ich die Diskrepanz im Verhalten und den Vorstellungen der Hauptperson mit, die nicht verstehen konnte, dass sie vielleicht selbst am Verschwinden der Geliebten mitschuldig war. Freedland gelingt es auch gut, falsche Fährten zu legen, die den Leser in ganz andere Richtungen denken lassen. Die Hintergründe des spanischen Bürgerkriegs, des amerikanischen Kriegseintritts und der Verschickung von Kindern nach Amerika waren mir zum Großteil nicht bekannt, aber ich fand sie sehr interessant.

Fazit

In “Intervention” hat Jonathan Freedland die spannende Suche eines Mannes nach seiner verschwundenen Familie in ein historisch interessantes Umfeld eingebettet: Spanien, England und die USA vor und während des zweiten Weltkriegs. Ich vergebe 5 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für einen Thriller, der mit psychologischen Elementen und interessanten Einblicken in die Welt der Eliteuniversitäten und der Haltung ihrer Angestellten zum Nationalsozialismus und zum Krieg fesselt.

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Infos für den Kauf im Buchladen:

  • Titel: Intervention
  • Autor: Jonathan Freedland
  • ISBN: 978-3651000575
  • Preis: 16,99 Euro
  • Auch als eBook und gekürztes Hörbuch erhältlich.

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