Der Geiger | Mechthild Borrmann | Rezension

Von Nicolas Sender

Neues von der Preisträgerin des Deutschen Krimi Preises 2012: Mechtild Borrmann legt nach ihrem Erfolg mit „Wer das Schweigen bricht“ erneut einen tollen Kriminalroman vor. Wie schon in „Wer das Schweigen bricht“ verbindet Borrmann eine Geschichte aus der Vergangenheit mit einer in der Gegenwart spielenden und greift diesmal das Thema „Russland“ auf.

Ilja Wassiljewitsch Grenko lässt nach dem Schlussakkord die Geige sinken. Tosender Applaus brandet ihm entgegen. Er verbeugt sich.
Als er die Bühne verlässt und in seine Garderobe kommt, erwarten ihn zwei Männer – und nehmen ihn mit. Seinen Geigenkoffer nimmt er mit. Am Eingang der Lubjanka muss er ihn abgeben – und sieht ihn nie wieder.
Zwei Generationen und ein halbes Jahrhundert später verliert der in Deutschland lebende Sascha Grenko nach seinen Eltern nun auch noch seine Schwester. Sie wird vor seinen Augen ermordet. Schnell findet der junge Mann heraus, dass seine Schwester versucht hatte, in den Besitz der Geige des Großvaters zu kommen, und macht sich seinerseits auf die Suche …

Mechtild Borrmann erzählt abwechselnd von Ilja, seiner Frau und seinen Kindern und Sascha. In diesem Krimi geht es nicht nur um Spannung und Verbrechen, sondern die Autorin setzt sich auch ernsthaft mit Russlands Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Spannung müssen wir trotzdem nicht vermissen, sie steigert sich im Verlauf der Geschichte immer noch ein bisschen.

Fazit: Ein toller historischer Kriminalroman, den man wärmstens empfehlen kann!

Seiten: 298 ISBN: 978-3-426-19925-1 Preis: 19,99 Euro

1 comment
  1. Pingback: Autorin der Woche: Mechthild Borrmann | krimizeitschrift.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>