Die Tote von Schönbrunn | Edith Kneifl | Rezension

Historische Krimis erfreuen sich großer Beliebtheit. Wir haben heute wieder einen Tipp aus diesem Untergenre für euch: Die Tote von Schönbrunn.

Inhalt

Die schöne Kaiserin Sisi wurde eben erst zu Grabe getragen, da fallen gleich mehrere adelige Damen in der Nähe von Schloss Schönbrunn einem brutalen Serienmörder zum Opfer. Und alle haben sie auffallende Ähnlichkeit mit der jungen Kaiserin. Eindeutig ein Fall für den Privatdetektiv Gustav von Karoly. Aber ist er dem Frauenmörder von Schönbrunn gewachsen? Mit Karolys zweitem Fall entführt Edith Kneifl noch tiefer ins Herz der Donaumonarchie und beweist ihr goldenes Händchen für das kriminelle Wien der Jahrhundertwende.

Meine Meinung

Die Tote von Schönbrunn beginnt etwas langsam. Fast alle Charaktere werden sehr früh mit ausführlicher Hintergrundgeschichte vorgestellt werden. Leider ist der Großteil davon ist nicht wirklich relevant für den Verlauf des Buches und es passiert zuerst sehr wenig.

Es lohnt sich aber dranzubleiben, denn es wird bald sehr spannend. Der Fall bietet unerwartete Wendungen und als Leser tappt man lange im Dunkeln und fiebert der Lösung entgegen.

Ein Serienkiller, der Opfer sucht die Kaiserin Elisabeth ähneln, ist eine interessante Idee und erfreulicherweise verliert sich das Buch nicht in blutigen und brutalen Details wie so viele Serienkiller-Krimis. Wer also sonst nur Agatha Christie und ähnliches liest hat nichts zu befürchten.

Gustav ist auch ein sehr faszinierender Ermittler und selbst wenn man nicht immer seiner Meinung ist, ist es schwer ihn nicht sympathisch zu finden. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und interessant.

Der Autorin gelingt es auch wunderbar die Atmosphäre des Wiens der Jahrhundertwende einzufangen ohne dabei in den Kitsch abzugleiten. Was ihr leider nicht immer gelingt ist, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Ähnlich wie bei den ausführlichen Beschreibungen der Vergangenheit der Charaktere zu Beginn des Buches gibt es später sehr detaillierte Beschreibungen der Wiener Geschichte, die zwar durchaus interessant ist aber nicht wirklich elegant integriert wurde. Wenn Charaktere über diese Themen sprechen klingt es zu oft gestelzt und alles andere als natürlich.

Fazit

Jeder der sich nicht an solchen Dingen stört hat einen spannenden Krimi vor sich. Wer sich wie ich davon stören lässt auch, der wird zwar Freude an dem Krimi haben aber von einem gelegentlichen Aufstöhnen über die Geschichtsstunden im Lesefluss gestört werden.

Info

“Die Tote von Schönbrunn” von Edith Kneifel ist als eBook im Haymon Verlag erschienen und für 7,99 Euro in allen eBook-Shops erhältlich.

“Die Tote von Schönbrunn” im Kindle-Shop

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