Die Zukunft des Lesens – Interview mit Madeleine Giese

Madeleine Giese

Madeleine Giese ist Autorin von fünf Krimis, darunter zwei Theater-Krimis, die erfolgreich als Taschenbücher erschienen und neuerdings auch als eBooks erschienen sind. Wir haben mit ihr über die Zukunft des Lesens und ihre Theater-Krimis gesprochen.

Krimizeitschrift.de Frau Giese, Sie haben bereits fünf Krimis geschrieben und erfolgreich bei Rowohlt und Aufbau veröffentlicht. Ihre ersten drei Bücher sind als Taschenbücher nicht mehr erhältlich, jetzt aber bei Edel-eBooks neu aufgelegt. Wie stehen Sie selbst zu dieser neuen Technologie?

Madeleine Giese Da die “Durchlaufzeit”, d.h. die Zeit, in der Bücher auf dem Markt sind immer kürzer wird, bin ich sehr froh über die neue Technologie. So viele gute Bücher “verschwinden” nach immer kürzerer Zeit vom Markt – meist, weil sie nicht auf Anhieb Super-Seller sind und für die Verlage dann die Lagerkosten zu hoch werden und immer mehr neue Bücher auf den Markt drängen. Durch die eBooks erhöht sich einfach die “Halbwertzeit”. Das mag ich. Auch “Klassiker”, die nicht mehr erhältlich sind, finden so wieder Leser.

Krimizeitschrift.de Lesen Sie selbst eBooks?

Madeleine Giese Ich habe noch keinen Reader, werde mir aber einen zulegen.

Krimizeitschrift.de Ist die Zukunft des Lesens digital?

Madeleine Giese Zum Teil mit Sicherheit. Es ist einfach bequem, z.B. im Urlaub nicht mehr zwanzig Bücher mitschleppen zu müssen, sondern so einen kleinen Reader – und die werden ja auch immer besser.

Krimizeitschrift.de Können Sie sich eine Welt ohne gedruckte Bücher vorstellen?

Madeleine Giese Nein. Ich liebe Bücher. Ihr Gewicht, den Geruch, das Geräusch beim Umblättern und den Knall, wenn dir nachts um Zwei das Buch aus der Hand fällt, weil du beim Lesen einschläfst. Ich hoffe, wünsche, glaube es wird immer Bücher geben. Und Buchhandlungen zum Stöbern und Entdecken. Und es gibt keinen Grund, warum die beiden Erscheinungsformen nicht nebeneinander existieren sollten. Das tuen Kino und Fernsehn ja auch.

Krimizeitschrift.de Kommen wir noch einmal auf Ihre Krimis. In zwei der vorhin angesprochenen Bücher ermittelt Kommissar Prottengeier an Theatern. Als ehemalige Schauspielerin und Regiesseurin kennen Sie sich aus. Wie kamen Sie darauf Theater-Krimis zu schreiben?

Madeleine Giese Mich interessiert das Thema “Kunst” im Krimi. Bei meinen ersten beiden Theaterkrimis habe ich mich auch an dem Medium abgearbeitet … Dann kamen Antiquitäten, dann Malerei, zuletzt Bildhauerei. Der nächste dreht sich um Autographe. Aber da bin ich erst dran.

Krimizeitschrift.de Da sind wir gespannt! Was macht die Theaterwelt denn als Krimischauplatz attraktiv?

Madeleine Giese Das Theater ist bunt, vielfältig, ein besonderer Raum. Arbeiten unter schwebenden Lasten, Emotionen – und jede Menge Leute, die man liebend gern ermordet!

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg, Frau Giese! Wir können die Krimis von Madeleine Giese nur empfehlen! Ihr erhaltet sie überall dort, wo es eBooks zu kaufen gibt.

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