Grabesstille | Tess Gerritsen | Rezension

Grabesstille von Tess Gerritsen ist endlich auch als Taschenbuch erschienen. Nach dem wir den Krimi im letzten Jahr verpasst haben, gibt es heute endlich die Rezension von Nicolas.

Inhalt

Jahraus, jahrein werden sie an den schrecklichen Tag erinnert, da in einem Restaurant in Chinatown ein Amokläufer ihre Angehörigen hinrichtete. Doch wer schreibt die Briefe, die besagen, dass der wahre Täter noch immer nicht gefasst sei? Erst als zwei Jahrzehnte später bei einer Stadtführung durch Boston die Leiche einer Frau gefunden wird, die mit einem chinesischen Ritualschwert verstümmelt wurde, wird der alte Fall wieder aufgerollt. Und nicht immer haben Jane Rizzoli und Maura Isles bei den Ermittlungen das Gefühl, es mit einem leibhaftigen Gegner aus Fleisch und Blut zu tun zu haben …

Meine Meinung

In ihrem neunten Fall ermittelt Jane Rizzoli in Chinatown. Die Leiche einer Frau wurde gefunden, verstümmelt mit einem chinesischen Ritualschwert. Die Ermittlungen legen den Verdacht nahe, dass Verbindungen zu früheren Verbrechen bestehen. So scheinen ein Amoklauf und mehrere Vermisstenfälle etwas mit dem aktuellen Fall zu tun haben.

Als Kritiker könnte man bei diesem Buch sicher den einen oder anderen Punkt kritisieren und den Krimi schlecht reden. Das möchte ich aber nicht, denn ich war sehr angetan von dem Werk. Es war mein erster Krimi von Tess Gerritsen und er hat mich überzeugt. Zuvor hatte ich die Bücher immer gemieden, weil ich sie für billige 08/15 Trash hielt.

Diesen Verdacht muss ich nach der Lektüre aber zurückweisen. Sicherlich könnte man den Schreibstil vielleicht als zu wenig speziell und als „lehrbuchorientiert“ charakterisieren, aber das stört beim Lesen nicht.

Es ist in erster Linie die Spannung, die diesen Kriminalroman ausmacht. In dieser Hinsicht stimme ich Lee Child zu, der sagt:

Cleverer kann Spannungsliteratur nicht sein.

Grabesstille ist ein Krimi, der von der Spannung lebt. Es kommen beim Leser immer wieder Vermutungen auf, aber dadurch, dass die Lösung sehr verflochten ist, gibt es bis zum Schluss immer noch offene Fragen und erst ganz am Ende aufgelöst werden. Das sorgt dafür, dass der Roman buchstäblich bis zur letzten Seite spannend ist. Das mag nicht zuletzt auch an dem mystischen Elementen liegen und den Zweifeln der Ermittler, ob sie es hier mit einem Täter aus Fleisch und Blut zu tun haben.

Das Einzige, was mich beim Lesen ein bisschen störte, war die Vorhersehbarkeit in einzelnen Situationen. Kurzfristig konnte man sich häufig schon denken, was passiert. Ein bisschen schade, denn so ging kurzfristig immer ein bisschen Spannung flöten.

Fazit

Grabesstille lebt von der Spannung und dem Fall und ist für Tess Gerritsen Fans ein Muss, ebenso für alle, die die Inhaltsangabe anspricht. Langweilen wird sich bei diesem Buch niemand!

Info

  • Deutscher Titel: Grabesstille
  • Original Titel: Silent Girl
  • Autorin: Tess Gerritsen
  • Übersetzer: Andreas Jäger
  • Verlag: Blanvalet
  • Erscheinungstermin: 16. September 2013
  • Seiten: 448
  • ISBN: 978-3-442-37482-3
  • Preis: 9,99 Euro

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