Rezension zu “Inferno” von Dan Brown

InfernoEtwas skeptisch habe ich mit dem Lesen von “Inferno” begonnen, hatte ich doch vor längerer Zeit *Sakrileg* als langweilig abgebrochen und somit Dan Brown von meiner Leseliste erst mal gestrichen, ich war allerdings schon nach wenigen Seiten absolut gefesselt, weniger von der Handlung, die sich wohl nicht allzu sehr von denen der anderen Bücher unterscheidet. Robert Langdon erwacht in einem Krankenhaus und kann sich an nichts mehr aus den letzten Stunden erinnern, bevor die Ärzte ihn aufklären können, was zu seiner Einlieferung führte, versucht eine ihm unbekannte Frau, ihn zu ermorden und er muss fliehen.

Gemeinsam mit der Ärztin Sienna kommt er einem geplanten Verbrechen auf die Spur, das verheerende Folgen für die Menschheit haben kann. Stück für Stück entschlüsselt er Hinweise, die versteckt in Kunstwerken zu Dantes *Inferno* zu finden sind, immer gejagt von einer Organisation, die einflussreich genug ist, die staatlichen Behörden ebenfalls dazu zu bringen, ihn zu verfolgen. Bald schon wissen weder Robert Langdon noch der Leser wem er eigentlich noch trauen kann und wem nicht. Kurz vor der Ende überrascht ein kleiner Dreh in der Geschichte, als hätte Dan Brown sich mehrere Optionen offen gehalten, wie er die Protagonisten in Gut und Böse aufteilt.
Die Personen hätten ein klein wenig mehr Tiefe vertragen können, aber man konnte sie sich beim Lesen recht gut vorstellen.

Jetzt zu dem was mich an dem Buch wirklich und durchgehend begeistert hat.
Dante Alighieris * Göttliche Komödie* ein Buch das seit Jahrhunderten als Meisterwerk gilt, das aber kaum ein durchschnittlicher Leser gelesen haben wird, wird von Dan Brown faszinierend dargestellt und fesselnd erklärt, er führt uns die Beweggründe Dantes zum Schreiben dieses Buches vor Augen und lässt ein Stück Geschichte lebendig werden. Brown lehrt ein Stück italienischer Geschichte sowohl literarischer als auch kunsthistorischer Natur, seine Beschreibungen der Museen und Orte in Florenz, Venedig und Istanbul wecken den Wunsch mehr zu erfahren, sich selber zu den Orten zu begeben, die geheimen Wege zu erkunden und die Kunstwerke zu bestaunen.

Ein weiterer, positiver Aspekt des Buches, Dan Brown regt zum Nachdenken an: zur Zeit leben 8 Milliarden Menschen auf der Erde, von denen viel zu viele hungern, es ist an der Zeit etwas daran zu ändern und die Ressourcen des Planeten zu schonen und sinnvoll mit ihnen umzugehen.

Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, spannend, interessant und informativ

Info Dan Brown: Inferno, Bastei Lübbe, 685 Seiten, 26 Euro, ISBN: 3-7857-2480-2

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