Lesetipp: Irgendwann gibt jeder auf

Von Manuela Hahn

Auf den ersten Blick handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman, mit 272 Seiten relativ dünn, eine Hand voller Juwelen auf schwarzem Grund, nicht unbedingt ein Buch, das ich in der  Buchhandlung in die Hand genommen hätte, aber ich hätte etwas verpasst.

Parker, wird von seinen Kumpanen nach einem Banküberfall um seinen Anteil betrogen, nach Ihren Worten leihen sie sich das Geld nur aus um einen Coup zu finanzieren, der ein Vielfaches an Beute verspricht, nur damit ist Parker nicht einverstanden. Akribisch bereitet er sich darauf vor dem ehemaligen Kumpel die Beute aus dem Juwelenraub abzujagen, um sich so an dem Betrug zu rächen.
Mit einer gefälschten Identität taucht er in Palm Beach auf, wo ihm die Maklerin Lesley hilft, den Unterschlupf der Ganoven zu finden. Als sie herausfindet, dass er etwas plant, wird sie zu seiner Komplizin.

Richard Stark, erzählt die Geschichte eines Antihelden, denn eigentlich ist Parker ja nichts weiter als ein Krimineller und doch kann man nicht anders als ihn sympathisch zu finden, ihm Glück zu wünschen, das sein Coup gelingt. Starks Schreibstil ist unaufgeregt und sehr angenehm zu lesen, er verzichtet auf blutige Details und lässt seinen Helden die gesteckten Ziele mit Intelligenz und Cleverness erreichen.

Das es sich um den sechsten Teil der Reihe handelt beeinträchtigt in keiner Weise das Lesevergnügen.

Info Richard Stark: Irgendwann gibt jeder auf, dtv, 272 Seiten, 9,95 Euro, ISBN: 978-3423214193

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