Lesetipp: Blinde Vögel

Von Nicolas Sender

Nach dem Erfolg von “Fünf” legt Ursula Poznanski mit “Blinde Vögel” einen neuen Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger vor. Er ähnelt dem ersten Fall der beiden, bei dem es um Geocaching ging. Hier hatte ein Mörder Leichenteile versteckt und bei jedem Fund Koordinaten für einen neuen Fundort hinterlegt. Auch diesmal gibt es eine Jagd mit vielen Leichen. Zuerst werden zwei Tote bei einem Salzburger Campingplatz gefunden. Die einzige Verbindung zwischen ihnen ist eine Facebook-Gruppe, in der beide Mitglieder waren. Dort werden düstere Gedichte voller Todesahnungen ausgetauscht. Beatrice Kaspary glaubt nicht an Zufall und wittert Mord, auch wenn die Fakten anders aussehen. Im Laufe der Ermittlungen tauchen weitere Leichen auf, immer kann Suizid oder ein Unfall nicht ausgeschlossen werden. Kaspary und Wenninger tappen lange im Dunkeln, sammeln Informationen und Mord wird immer wahrscheinlicher. Und wie auch im letzten Fall endet alles in einem Showdown.

Ursula Poznanski spielt ohne Frage ganz weit oben in der Thriller-Liga, auch wenn mir “Blinde Vögel” nicht ganz so gut gefallen hat, wie der Vorgängerband. Denn die Autorin hat in ihrem neuen Buch, das alte Erfolgskonzept ein ganzes Stück weit kopiert und nur andere Variablen eingesetzt. Das ist ein bisschen störend. Nichtsdestotrotz ist “Blinde Vögel” ein hervorragender Thriller mit einem tollen Ermittlerteam und Spannungsgarantie.

Info Ursula Poznanski: Blinde Vögel, Wunderlich Verlag, 480 Seiten, 16,95 Euro, ISBN: 3-8052-5045-2

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