Lesetipp: Blonder Kaviar

Felix Büschelberger und sein Team werden zu einer brutal zugerichteten Leiche einer jungen Frau gerufen. Niemand vermisst sie und sie hatte kaukasische Gesichtszüge. War sie etwa eine illegale Hure? Die Kommissare ermitteln auch in diese Richtung und werden fündig. In den Abgründen menschlicher Begierden, in denen ein Mensch nichts wert ist, wenn das Geld stimmt.

Büschelberger muss sich zudem einem Geheimnis aus seiner Vergangenheit stellen und den neuen Beruf seiner Ex-Frau offenbaren. Dazu kommt noch eine äußerst attraktive Kollegin aus Osteuropa, die unterstützen soll und ganz neue Ermittlungsansätze via Internet.

Hammer und rasant. Bereits bis Seite 25 erlebt der Leser einen Mord, eine Feier, einen Zeugen, den Fund der Leiche und der Beginn der Ermittlungen. Und genauso geht es weiter. In einer rasanten Achterbahnfahrt der Ermittlungen, in denen weder das private der Kommissare zu kurz kommt, noch die berühmt berüchtigten technischen Erklärungen der technischen Freaks der Ermittlertruppe. Und nebenbei lernt der Leser vieles Neues aus dem Bereich Technik, Forensik und auch aus über fremde Länder und Sexualpraktiken.

Alles komprimiert auf nur 295 Seiten. Das muss Stephan Schwarz erst mal jemand nachmachen, dass kein Aspekt zu kurz kommt und das Buch eine reine Unterhaltung ist. Mitgezählt habe ich 3 Showdowns und ich wurde (seit langer Zeit mal wieder) von meiner Familie angepflaumt, weil ich das Buch noch nicht mal beim Essen auf die Seite legen konnte. Ging nicht, gar nicht. Noch nicht mal für die paar Minuten um das Essen schnell herunter zu schlingen – zu spannend war gerade das letzte Drittel des Buches.

Wobei ich ehrlich sagen muss- ich wusste recht schnell wer und warum. Doch ich glaube das war diesmal Absicht, denn die nachfolgende Jagd sucht schon erst mal ihresgleichen und ich lese viele Krimis und Thriller.

Der Schreibstil ist flüssig und rasant. Die Ermittler gewohnt sympathisch und spleenig. Man muss sie einfach gerne haben und da auch das Privatleben dort nicht zu kurz kommt, freut man sich über die Erfolge und leidet auch mit. Dabei ist das diesmalige Thema wirklich heftig und ich finde es gut, mit wie viel Feingefühl der Autor an dieses Thema angeht, um den Leser aufzurütteln, ohne ihn zu verschrecken.

Hochspannend und komprimiert. Mit jeder Menge Action, technischen Wissen, Abgründe und aber auch Liebe. Wirklich, ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, welches so dicht war, andere Autoren brauchen mindestens die doppelte Seitenzahl.

Info Stephan Schwarz: “Blonder Kaviar”, Capscovil Verlag, 295 Seiten, 15,95 Euro, ISBN: 978-3-942358-26-2

Diese Rezension ist erstmals auf unserem Partner-Blog buchkritik.org erschienen.

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