Interview mit einem Kommissar und Krimiautor

Norbert Horst hat es mit seinem aktuellen Krimi “Splitter im Auge” auf Platz sechs der KrimiZEIT-Bestenliste geschafft. Wir haben ihn zu diesem Buch interviewt.

Herr Horst, wie kamen Sie auf die Idee für diesen Krimi?
 Das ist wahrscheinlich eine unbefriedigende Antwort, aber ich weiß es nicht, jedenfalls nicht genau. Die Ideen sind irgendwann einfach da. Bei “Splitter im Auge” war zuerst die Geschichte der beiden Brüder da. Danach kam die Frage, wie man als Ermittler mit dem Umstand umgeht, dass es scheinbar massiv sich widersprechende Ermittlungsergebnisse gibt. In der Weise, wie im Roman habe ich das in der Realität allerdings noch nie erlebt.


Thomas Adam ermittelt in diesem Krimi gegen seine Vorgesetzten. Das kennt man auch aus anderen Krimis. Kommt das in der Realität auch vor? Das kommt in der Realität eher weniger vor. Primär vor allem deshalb, weil Todesermittlungen, anders als im Fernsehen, immer in Kommissionen mit vielen Mitarbeitern bearbeitet werden, da sind Alleingänge kaum möglich. Außerdem sind sie auch nicht nötig, weil bei Morden eh so intensiv ermittelt wird, dass keine auch noch so unbedeutend erscheinende Spur nicht bearbeitet würde. Im Buch habe ich ja noch die Besonderheit eingebaut, dass der Täter ja sogar schon verurteilt ist, und Steiger die Informationen sporadisch erste danach bekommt.

Sie sind selbst Kriminalkommissar: laufen die Ermittlungen in Ihrem Krimi dann auch so ab wie in der Realität? Bis auf die Tatsache, dass eben Alleingänge eher nicht vorkommen, laufen die Ermittlungen in all meinen Büchern ziemlich so ab, wie in der Realität.

Lassen Sie sich auch von Ihren Fällen, die Sie beruflich bewältigen, inspirieren? Bei der Stimmung, den Dialogen, bei der Art der Ermittlungen und einigen anderen Aspekten lasse ich mich schon durch reale Erfahrungen inspirieren. Bei den Fällen bewusst nicht, und das zwar auch aus rechtlichen Überlegungen, primär aber aus Gründen der Pietät. 


„Splitter im Auge“ hat es in diesem Monat auf Platz sechs der KrimiZEIT-Bestenliste geschafft. Ist das für Sie ein Ansporn weitere Krimis zu schreiben? Können Sie Ihre Leser auf neue Bücher freuen? Auf der KrimiZEIT-Bestenliste zu stehen ist natürlich ein wunderbarer Erfolg, und Erfolg ist immer ein großer Ansporn weiterzuschreiben. Ideen für ein paar Bücher habe ich schon noch im Kopf.


Vielen Dank für das Interview, Herr Horst!

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