Review: “Der Mann im Mond ist tot” von Christian Eckl

christian eckl der mann im mond ist totKrimi-Autor Christian Eckl schreibt mit “Der Mann im Mond ist tot” die Geschichte der ersten Mondlandung neu.

Inhalt

Wenn 40 Jahre nach der ersten Mondlandung durch die Amerikaner eine Leiche auf dem Mond entdeckt wird, ist das natürlich eine Sensation. Allerdings ist Geheimhaltung das Gebot der Stunde. Dennoch setzt der BND den Rotwein-fixierten Journalisten Stephan Teller darauf an, Licht ins Dunkel zu bringen, und stellt ihm die selbstsichere und erfahrene Agentin Nina an die Seite.

Meine Meinung

Nach einem nüchternen Einstieg und anfangs wenig dramatischen Dialogen spielt der Krimi immer mehr seine ganzen Stärken aus. Es sind vor allem die Spannung und die sympathischen, wenn auch nicht sehr komplex gezeichneten Charaktere, die den Reiz des Romans ausmachen. Konfrontationen mit der Russenmafia, undurchsichtige Machenschaften der Geheimdienste und das skrupellose Vorgehen der beiden weltberühmten Astronauten Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin sorgen dafür, dass die Spannung immer hochgehalten wird. Und die sich langsam entwirrenden Rätselfäden schenken dem Leser immer wieder überraschende Aha-Effekte.

Christian Eckl erzählt seine Geschichte auf zwei Ebenen. Einerseits werden die aktuellen Geschehnisse in der Jetztzeit geschildert und andererseits immer wieder Einblicke in die Ereignisse von 1969 gegeben. Somit nähert sich der Leser von zwei Seiten der Lösung des Rätsels und ist den beiden Ermittlern nicht selten eine Information voraus. Das überraschende Ende ist für alle, die einen endgültigen Sieg des Guten brauchen, unbefriedigend, in die Gesamtkonzeption des Romans passt es hingegen sehr gut.

Wer bei diesem „historischen Krimi“ hofft, eine historisch vollständig korrekte Darstellung der ersten Mondlandung zu erhalten, wird leider enttäuscht. Die Geschichte ist sehr phantasievoll und die Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin müssen als Bösewichter herhalten. Wer allerdings nach einer guten Unterhaltungsliteratur für zwischendurch sucht, die teils spannend, teils witzig und teils überraschend ist, der liegt mit dem Griff zu diesem Buch richtig. Denn immerhin lautet der Titel des Romans „Der Mann im Mond ist tot“ und nicht „Dokumentation über die erste Mondlandung von 1969“.

Fazit

Wer keine wissenschaftliche Korrektheit fordert, erlebt mit diesem Roman eine spannende und immer wieder lustige Zeit.

4 sterneInfos zum Kauf im Buchladen

  • Titel: Der Mann im Mond ist tot
  • Autor: Christian Eckl
  • ISBN: 978-3954623259
  • Preis: 9,95 Euro als broschiertes Buch
  • Auch als eBook erhältlich

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