Rezension: Das Mädchen mit der Puppe

Von Manuela Hahn

Der Inhalt des gerade mal 199 starken Seiten Kriminalromans ist schnell erzählt. Bei Baggerarbeiten kommen die sterblichen Überreste von 15 Soldaten des bayrischen Rummels von 1703 zutage. Gleich ist klar: hier wird keine Mordermittlung mehr benötigt!

Anders sieht es aus, als die hinzugezogenen Archäologen ein Kinderskelett, eine skelettierte Katze und ein Puppe in der Ausgrabungsstätte finden. Die Suche nach dem Mörder, des vor Jahren erschlagenen Mädchens beginnt.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, was auch an dem eingestreuten Tiroler Dialekt liegen mag. So manches Mal musste ich überlegen was denn nun gemeint ist. Das ist allerdings kein Minuspunkt, denn immerhin handelt es sich um einen Tiroler Krimi. Das allerdings uralte Witze über Navigationgeräte, die einen im schlimmsten Fall in einen Acker führen können erzählt werden, und sinniert wird, ein Kronleuchter könnte über das Geschehen denken, dass die Polizeibeamten mehr als gewöhnungsbedürftig sind und überhaupt die Einwohner von Landstein einen etwas schlichten Eindruck machen, das stört auf Dauer sehr und langweilt schnell. Insbesondere weil der Leser den Mörder von vorne herein kennt und der Autor seinen Inspektor Matteo Steiniger von der Landsteiner Polizei nur selten als brillanten Ermittler zeigt.

Das Buch war leider zu keiner Zeit spannend. Es mag sein, dass Polizeiarbeit an sich nicht spannend ist, aber als Leser will ich mitfiebern. Entweder mit dem Täter, weil er aus irgendeinem Grund doch sympathisch ist oder so genial, dass man sogar dem brutalsten Verbrecher ein Entkommen gönnt, oder natürlich vorrangig mit den Ermittlern, sie begleiten auf der Spurensuche, ihre Rückschläge bedauern und ihre Erfolge mit ihnen feiern. Hier war ich nur froh, als ich die letzte Seite gelesen hatte und das Buch zuschlagen konnte.

Info Dietmar Wachter: Das Mädchen mit der Puppe, Berenkamp Verlag, 199 Seiten, 12,50 Euro, ISBN: 3850933016

1 comment
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