Rezension: Silo

Von Nicolas Sender

“Silo” war eines der Bücher in diesem Jahr, auf die ich mich besonders freute. Der Autor Hugh Howey hat es vom Selfpublishing-Autor in den USA zum internationalen Bestseller-Autor geschafft. Eine bisher einzigeartige Erfolgsgeschichte.

“Silo” spielt in der Zukunft und ist kein klassischer Kriminalroman. Welchem Genre das Buch zugeordnet wird ist unterschiedlich. Ich würde es als Mix zwischen Science-Fiction und Krimi werten. Da es einige Krimibuchhandlungen im Sortiment haben, besprechen wir es auch hier auf krimizeitschrift.de.

Das Buch spielt in der Zukunft, die Erdoberfläche ist hoch toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Deshalb leben die Menschen in einem Silo. Dort setzt Sheriff Holston drei Jahre nach dem Tod seiner Frau seiner Aufgabe ein Ende und bricht die strengste Regel: er äußert den Wunsch das Silo zu verlassen. Wer diesen Wunsch äußert, bekommt ihn erfüllt, was den sicheren Tod bedeutet. Seine Nachfolgerin Juliette versucht zu verstehen, warum er sich zu diesem Schritt entschieden hat und macht dabei ungeheuerliche Entdeckungen.

Hugh Howeys Bestseller ist als rasanter Thriller angekündigt, entpuppte sich aber leider als das Gegenteil. Es geht spannend los, im weiteren Verlauf sinkt die Spannungskurve aber immer weiter ab. Gelegentlich gibt es den ein oder anderen Ausschlag. Im Grunde werden die Dinge aber viel zu ausführlich beschrieben und es kommt immer wieder Langeweile auf. Auf Logik muss man zwischendurch auch immer wieder verzichten. Das ist schade, denn die Idee ist sehr interessant und sie hat eine Menge Potenzial.

Am Ende war ich froh, als ich das Buch zuklappen konnte.

Info Hugh Howey: Silo, Piper Verlag, 524 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 3-492-05585-0

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