Süden | Friedrich Ani

„Manche Menschen, dachte Süden, werden erst durch ihr verschwinden sichtbar.“ So ist es mit dem Wirt Raimund Zacherl, genannt Mundl. Vor zwei Jahren ist er verschwunden. Die Polizei konnte ihn nicht finden, auch die Detektei, bei der Tabor Süden, der ehemals erfolgreiche Ermittler, jetzt arbeitet, nicht. Aber Mundls Frau möchte Klarheit und beauftragt die Detektei erneut. Diesmal ermittelt Tabor Süden. Er stellt fest, dass niemand den Mann richtig kannte, auch seine Frau nicht. Mit seinen scheinbar unfehlbaren Instinkten macht sich der Menschenkenner auf die Suche nach dem Wirt vom Lindenhof …

Dabei ist er eigentlich wegen einer ganz anderen Sache zurück nach München gekommen. Sein Vater hat ihn angerufen. Der Mann, der abgehauen ist, als Süden sechzehn Jahre alt war. Süden ist zurück gekommen, um ihn zu finden.

Als Leser taucht man ganz in die Geschichte ein, sie bleibt bis zum doch etwas unerwarteten Schluss spannend. Friedrich Ani schreibt auf eine sehr angenehme Art und Weise. Er benutzt vielfältige Beschreibungen und umschreibt die Dinge präzise und nicht nur oberflächlich, trotzdem geht der Lesefluss nicht verloren und man bleibt in der Geschichte drinnen.

Fazit: Den Deutschen Krimipreis 2012 hat dieser Krimi wirklich verdient. Auch ohne klassisches Verbrechen – ein Krimi den man nicht so schnell vergisst.

Seiten: 368 ISBN: 978-3-426-50935-7 Preis: 9,99 Euro

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