Tatort „Schwindelfrei” mit Ulrich Tukur sorgt für kontroverse Meinungen

Der Tatort ist eine Institution im deutschen Fernsehen. Obwohl er inzwischen schon mehr als 40 Jahre ausgestrahlt wird, gehört er fest zum sonntäglichen Fernsehritual vieler Deutscher. Ganz egal ob Krimifan oder nicht, der Tatort kommt normalerweise bei jedem gut an. Und auch am vergangenen Sonntag konnte der Tatort um Kommissar Murot mal wieder fast zehn Millionen Zuschauer vor den Fernseher locken. Um genau zu sein, waren es 9,41 Millionen, was einen bärenstarken Marktanteil von 26,4 Prozent ergibt. Für einen Tatort eigentlich nichts Neues, doch die Folge an sich war schon etwas Besonderes.

Normalerweise ist ein Tatort nach einem gewissen Schema aufgebaut. Doch in “Schwindelfrei” war dieses Mal etwas anders: keine Leiche zu Beginn, keine latent schlecht gelaunte Spurensicherung und ergo auch keine Leiche auf dem Seziertisch der Gerichtsmedizin. Ja, nicht einmal einen Bösewicht, der entkommt und von den Ermittlern verfolgt werden muss, gab es. Lediglich zwei Vermisste, wobei die zwischenzeitlich fast schon in Vergessenheit hätten geraten können, war man doch vom tiefen Einblick in das Zirkusmilieu und in die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers Ulrich Tukur vertieft. Ähnlich positiv fasst es auch der “Focus” zusammen, doch diese Meinungen teilte nicht jeder.

So fasste die “Bild” beispielsweise ein paar sehr gegensätzliche Tweets zum Tatort zusammen. Da schrieb der eine noch „war mal was anderes – großartig”, während andere sich eher in Richtung „Was für ein schlechter #Tatort – Eine reine Tukur-Selbstdarstellung.” äußerten. Nun Selbstdarstellung hin oder her, sein Talent konnte der Genannte auf jeden Fall zur Schau stellen. In der Story von „Schwindelfrei” nimmt Tukur alias Kommissar Murot nämlich einen Job als Pianist im Zirkus an. Und die Zirkuskapelle im Film ist im wahren Leben eigentlich Ulrich Tukurs Band „Die Rhythmus Boys”. Kein Wunder, dass die Band und Tukur gleich mehrmals im Film die Gelegenheit bekommen, ihr Talent unter Beweis zu stellen.

Dass so ein kunterbunter und unkonventioneller Tatort für gespaltene Gemüter sorgt, war abzusehen. Doch ist es vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung, handelt es sich beim Tatort ja auch um ein Format, das sich inhaltlich und auch technisch weiterentwickeln muss. Nicht umsonst wird der Tatort inzwischen auch in HD ausgestrahlt. Alles, was man dafür benötigt, ist ein passender Fernseher. Für Tatort-Fans könnte ein solcher beispielsweise ein nützliches Weihnachtsgeschenk sein, um den Tatort auch künftig zeitgemäß genießen zu können. Da die Technik letztlich schon einige Jahre auf dem Markt ist, findet man gerade online viele Geräte zu einem guten Preis.

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