Tödliche Sideline – ein Network-Krimi

Rene entdeckt durch einen Zufall ein Foto in der Zeitung, auf dem zwei seiner Freunde abgebildet sind. Sie sehen zwar sehr verändert aus, aber Rene ist sich ziemlich sicher, dass sie es sind. Das Seltsame an der Sache ist, dass die beiden Freunde als tot gelten! Sie sind bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen.

Gemeinsam mit seinem Freund und Schwager Andreas beschließt Rene, nach Wien zu fliegen, wo das Foto vor einem Hotel aufgenommen wurde. Er möchte die beiden todgeglaubten Freunde finden und die Sache aufklären.

Bei diesem Krimi bin ich etwas verunsichert, was meine Beurteilung angeht. Der eigentliche Krimi ist durchaus spannend und lesenswert, allerdings ist der Schreibstil sehr einfach und nicht besonders anspruchsvoll. Das muss ja kein Kritikpunkt sein, aber für mich ist „Tödliche Sideline“ eher ein Buch, das ich zwischendurch lese, wenn ich meinen Kopf nicht zu sehr anstrengen möchte.

Etwas genervt war ich allerdings irgendwann von den vielen Lobeshymnen auf das Network Marketing. Es ist alles so einfach, so toll und so gewinnbringend, und alle Networker im Buch fahren natürlich einen dicken Mercedes, BMW oder Audi.

Ganz nebenbei wird auch bei allen Figuren im Buch, egal ob Tankwart oder Kellnerin, ein bisschen Werbung für Network Marketing gemacht. Das kam mir doch sehr übertrieben und unrealistisch vor.

Lässt man aber diesen Aspekt außen vor, dann kann die eigentliche Krimihandlung durchaus fesseln. Und für Menschen, die sich sowieso über das Network Marketing informieren möchten oder es interessant finden, ist das Buch insgesamt sicherlich eine originelle Möglichkeit dazu.

Info Christoph Kowalczyk: Tödliche Sideline, Net-Verlag, 382 Seiten, 14,95 Euro, ISBN: 3-942229-88-9

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