Lesetipp: Und ich vergebe dir nicht

Von Linda Niemann

Gütersloh im Hochsommer 2011. Ein Serienmörder verunsichert die Stadt. Seine grausame Bilanz nach nur fünf Tagen: Jeden Tag ein neues Opfer, in der Regel abends im Schutz der Dunkelheit ermordet. Die Mordkommission der Kreispolizeibehörde Gütersloh gerät unter Druck, denn offensichtlich besteht zwischen den Getöteten nicht die geringste Verbindung. Kriminalkommissar Patrick Gruber, soeben aus dem Urlaub zurückgekehrt, und Sarah Berger, strafversetzt aus einer verschlafenen Kleinstadt, übernehmen den Fall. Doch umso intensiver sie ermitteln, desto mehr Fragen wirft ihr Fall auf. Warum liegen alle Leichen an Straßenabschnitten entlang der Autobahn A2 und warum hinterlässt der Mörder am Oberarm seiner Opfer diesen rätselhaften Zahlenaufdruck aus schwarzer Tinte? Schon bald müssen die neuen Partner erkennen, dass ihr Gegner seinen eigenen Idealen folgt und er ihnen dabei immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Die Story ist gut erzählt, die Idee, die sich dahinter versteckt ebenso. Der Schreibstil ist flüssig und man kann der Handlung sehr leicht folgen. Die Charaktere sind erst ein wenig seltsam, wachsen dem Leser aber dennoch schnell ans Herz.

Vom Spannungsbogen her ist in der Story noch Platz, was ich in diesem Fall aber nicht negativ bewerten würde. Durch die verschiedenen Sichtweisen möchte man weiterlesen und da ab und an ein Zeitsprung von knapp 30 Jahren eingebaut ist, wird der Bogen zeitweise unterbrochen. Die Entwicklung der Handlung ist spannend und unvorhersehbar gestaltet – das Ende absolut genial gelöst und ungewöhnlich.

Fazit: Herr Herold – ich bin begeistert. Genau das hatte ich beim ersten Lesen der Inhaltsangabe erwartet und dennoch bin ich überrascht. Gerne mehr davon.

Info Erasmus Herold: Und ich vergebe dir nicht, CW Niemeyer, 392 Seiten, 9,95 Euro, ISBN: 978-3827195623

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