Vergessen | Max Stiller | Rezension

Der Münchener Krimiautor hat mit den Figuren seiner Protagonisten Anne von Feldhaus und Jacob Fuller ein etwas anderes Ermittler-Duo geschaffen. “Vergessen” ist sein Debüt, im Dezember folgt ein zweiter Fall mit dem Duo.

Inhalt

Seit über 20 Jahren befindet sich Julia in der größten psychiatrischen Klinik Münchens. Sie spricht seit dieser Zeit mit niemandem. Zur gleichen Zeit wird in New York ein Mann, ein deutscher Patentanwalt, auf eine bisher noch nie da gewesene Art getötet. Anne von Feldhaus, jüngste stellvertretende Leiterin der Münchner Mordkommission fliegt nach New York, um die New Yorker Polizei bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Zur Seite stellt man Ihr und davon ist sie alles andere als begeistert, Jacob Fuller vom BKA. Fuller, ein hoch professioneller Profiler, wenn auch mit sehr eigenwilligen Ermittlungsmethoden und einem sehr individuellen Gerechtigkeitssinn. Fuller, Deutschamerikaner mit doppelter Staatsangehörigkeit, war viele Jahre für das FBI in New York tätig. Bei ihren gemeinsamen Ermittlungen in New York und München stoßen Anne von Feldhaus und Jacob Fuller auf ein augenscheinlich längst vergessenes bestialisches Verbrechen ……

Meine Meinung

„Vergessen“ von Max Stiller ist ein durchweg gut lesbarer und spannender Krimi. Gut gefallen haben mir die wechselnden Handlungsorte New York, München und Genf. Der Deutschamerikaner Jacob Fuller vom BKA und die Münchner Kommissarin Anne von Feldhaus sind ein interessantes Ermittlerteam mit Ecken und Kanten, aber erfreulicherweise keine kaputten Typen wie sie in vielen Krimis vorkommen. Zusammen mit ihnen rätselte ich lange über die Verbindung der drei Männer, die auf sehr ungewöhnliche Weise getötet wurden. Hatte ihre Arbeit bei einem großen Autokonzern mit den Taten zu tun? Lag der Schlüssel in Shanghai, von wo die Tatorte angemietet wurden? Den Schlüsselhinweis hatte ich zwar gelesen, aber vergessen. Vielleicht deutet der Titel des Krimis ja an, dass der Autor Max Stiller genau das vorgesehen hatte.

Gegen Ende schien dann der Täter klar zu sein, ich erwartete noch eine überraschende Wende  – das Ende war dann tatsächlich ganz anders als gedacht.

Kleine Minuspunkte sind die Rechtschreibefehler im Buch und manche  nicht plausiblen Handlungselemente. So reisen die Ermittler nach dem ersten Mord für einen Tag nach New York, obwohl sie dort wenig neue Erkenntnisse erhalten.

Fazit

„Vergessen“ von Max Stiller bietet spannende Unterhaltung, ist allerdings kein Buch, das mich nach dem Lesen noch lange beschäftigt hat.

Info

“Vergessen” von Max Stiller ist als eBook wie auch als Taschenbuch erschienen, derzeit allerdings nur in der elektronischen Ausgabe erhältlich. Wer eine Print-Ausgabe wünscht kann sich nach gebrauchten Exemplaren umsehen. Die eBook Version ist für 2,99 Euro erhältlich.

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