Autor der Woche: Vincent Voss

Ende Mai haben wir euch den Krimi “Töte John Bender” von Vincent Voss empfohlen. Da er Claudia so gut gefallen hat, haben wir beschlossen euch den Autoren selbst vorzustellen und so ist er heute unser Autor der Woche.

Vincent Voss war bereits in vielen unterschiedlichen Berufsfeldern tätig. Von seinen zahlreichen Eindrücken als Pflegehelfer einer akutpsychiatrischen Einrichtung, Qualitätsmanager, Bodyguard, Call-Center-Agent, Tankwart, Fotografen-Assistent, Sänger einer Terrorjazz-Band und Bestatter zehrt er beim Schreiben. Heute arbeitet er als Geschäftsführer eines Reiseunternehmens und lebt als glücklicher Vater dreier Kinder im Norden Hamburgs auf dem Land.

Krimizeitschrift.de Herr Voss, seit wann schreiben Sie?

Vincent Voss Also ernsthaft schreibe ich seit 2009. Aber damals, nach meinem Abi, habe ich behauptet, ich wäre Schriftsteller und habe auf einer zusammen gesparten Schreibmaschine vom Typ Brother einen Fantasy-Roman begonnen. Na ja, fertig ist er nie geworden… Danach war ich Sänger und Texter einer deutschsprachigen Terror-Jazz-Band. Als die auseinander ging, habe ich ernsthaft mit dem Schreiben begonnen und mir meinen Traum erfüllt und einen Roman (Faulfleisch) angefangen und abgeschlossen.

Krimizeitschrift.de Wie kamen Sie dann zum Krimi?

Vincent Voss Ich schreibe gerne Horror-Geschichten, die eine eher subtile Spannung aufbauen und einigermaßen „glaubwürdig“ sein sollen. Daher habe ich mich schon immer einiger Elemente des Krimis bedient, der Schritt zu einem Buch, das eher ein Krimi denn ein Horror-Roman ist, war dann nicht allzu groß.

Krimizeitschrift.de Was ist das Besondere an diesem Genre?

Vincent Voss Ich finde der Plot ist eine Herausforderung. Er muss komplex, aber einfach geschrieben sein, das ist gar nicht so einfach. Vieles, beinahe alles, was man als Autor von der Geschichte im Kopf hat, muss der Leser erfahren, sonst stellen sich Fragen ein. Aber für die Zeit des Schreibens taucht man in eine Art Parallelwelt ein, lebt mit der Handlung und den Figuren und muss aufpassen, dem Leser auch wirklich alles mitzuteilen. Und man muss aufpassen, wieder aufzutauchen… ;) Das Auftauchen aus „Töte John Bender!“ ist mir gelungen und ich hoffe natürlich, ich habe nix vergessen

Krimizeitschrift.de Was ist die beste Zeit zum Schreiben?

Vincent Voss Wenn man drin ist! Ganz klar! Ich mag es ja, mich zu gruseln und wenn ich merke, ich kontrolliere vor dem Schlafengehen lieber noch mal alle Fenster und Türen, achte auf anschlagende Hunde und Sirenen in der Ferne, dann weiß ich, es hat mich gepackt und dann muss es auch raus. Das ist bei mir also keine konkrete Tageszeit, sondern etwas sehr Prozesshaftes.

Krimizeitschrift.de Erinnern Sie sich noch an das erste Buch das Sie gelesen haben? Welches war es und wann haben Sie es gelesen?

Vincent Voss Ich erinnere mich wohl noch an mein erstes intensives Leseerlebnis, leider weiß ich aber weder Titel noch Autor. Es war eine Science-Fiction-Geschichte, in der eine kleine Raumkapsel auf einer prähistorischen Welt landete und sich mit deren Bewohnern arrangieren musste. Ein Säbelzahntiger war eine große Bedrohung. Ich habe dieses Buch damals in der Bücherei gefunden und wieder und wieder ausgeliehen und gelesen. Und wenn es mal wer anders geliehen hatte, habe ich mir Fragen gestellt, wo und von wem MEIN Buch wohl gerade gelesen wird.

Krimizeitschrift.de Was ist heute Ihr Lieblingsbuch?

Vincent Voss Eins nur?! Da kann ich mich nicht entscheiden. Ich würde sagen, für das, was ich schreibe, hat mich ES von King am meisten beeindruckt und geprägt und als Mensch hat mich damals „Jonny zieht in den Krieg“ von Dalton Trumbo sehr stark beeinflusst.

Krimizeitschrift.de Haben Sie schon einmal eine Waffe in der Hand gehabt?

Vincent Voss Interessante Frage. Ja, habe ich.

Krimizeitschrift.de Arbeiten Sie gerade an einem Buchprojekt?

Vincent Voss In der Sommerzeit kam ich berufsbedingt bisher nie zum Schreiben. Diesen Sommer aber muss ich schreiben, weil einige spannende Projekte vor mir liegen. Und ich genieße es!

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Voss! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und weisen unsere Leserinnen und Leser noch auf die Kritik zu “Töte John Bender” hin,  die ihr noch lesen könnt, falls ihr das nicht schon längst getan habt!

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