Zeichen im Schnee | Melanie McGrath | Rezension

Bei Zeichen im Schnee von Melanie McGrath handelt es sich zwar nicht um eine Neuerscheinung, aber um spannende Krimikost, die wir euch nicht vorenthalten möchten und euch deshalb zur Weihnachtszeit mit dem ersten Schnee empfehlen.

Inhalt

Geliebt und gefürchtet zugleich – das Iditarod, das längste und gefährlichste Schlittenhunderennen der Welt, hat in Anchorage begonnen. Die Arktis-Jägerin Edie Kiglatuk ist zur Unterstützung ihres Exmannes Sammy dabei, der bei dem Rennen startet. Kaum angekommen, entdeckt die Inuk-Frau jedoch eine Babyleiche im Wald, erfroren, in Tücher gewickelt, mit einem umgekehrten Kreuz aus Asche bemalt. Schnell nehmen die Ermittler in Anchorage die Gemeinde der Altgläubigen ins Visier, auf deren Land Edie das tote Baby gefunden hat. Doch Edie glaubt nicht an Opfermorde. Vielmehr führen ihre Ermittlungen in den Umkreis der Protagonisten des Wahlkampfs um den Gouverneursposten von Alaska, der gerade erbittert geführt wird. Während sich Edie mächtige Feinde macht, ist Sammy auf seinem Schlitten in der Wildnis allein unterwegs – jedem Anschlag hilflos ausgeliefert.

Meine Meinung

Nach „Im Eis“ ist „Zeichen im Schnee“ der zweite Band mit Edie Kiglatuk. Da es sich aber um einen abgeschlossenen Fall handelt, ist es nicht zwingend erforderlich den ersten Band gelesen zu haben. Wichtige Ereignisse und Notwendiges über die Hauptprotagonisten wird im Laufe des Geschehens immer wieder erwähnt, so dass man nicht das Gefühl hat zu wenig informiert zu sein.

In dieser Welt aus Eis und Schnee, die hier gezeichnet wird, wird sich der ein oder andere sicherlich nicht gleich zurecht finden. Sei es die Mentalität der Einwohner oder auch die Essensgewohnheiten, die für den typischen Europäer nicht unbedingt schmackhaft klingen. Die Autorin schafft es aber dennoch, dem Leser dies alles näher zu bringen und aufzuzeigen, dass es immer irgendwo Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede gibt. Somit erhält man neben dem spannenden Aspekt auch noch einen guten Einblick in das dortige Leben.

Trotz aller Erzählung rund um Land und Leute wird aber auch die Spannung keineswegs vergessen. Bereits zu Anfang erreicht diese ein recht hohes Niveau, das größtenteils gehalten werden kann. Ein, zwei kleine Passagen gibt es, die sich ein wenig ziehen und in denen demnach die Spannung leicht zurück geht. Schnell fängt sich die Geschichte dann aber wieder und geht gewohnt mitreißend weiter. Der eingängige Schreibstil der Autorin trägt enorm dazu bei, dass die Seiten nur so vorbei fliegen und der Leser sich fühlt als sei er mitten im Geschehen dabei.

Fazit

Flüssig und in den Bann ziehend erzählt, bietet „Zeichen im Schnee“ gelungene Krimikost in einer untypischeren Umgebung als man es sonst kennt.

Info

  • Deutscher Titel: Zeichen im Schnee
  • Original Titel: The Boy in the Snow
  • Autorin: Melanie McGrath
  • Übersetzerin: Margarete und Sabine Längsfeld
  • Verlag: Kindler
  • Erscheinungstermin: 8. März 2013
  • Seiten: 448
  • ISBN: 978-3463405957
  • Preis: 14,95 Euro

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